Der Bruch – Der Moment, der alles verändert hat

Manchmal beginnt eine neue Geschichte nicht mit einem Plan.

Sondern mit einem Schmerz.

Bei mir war es kein neuer Job. Kein Motivationsseminar. Kein “Aha-Moment”.

Es war ein Bruch.

Ganz banal – ein Unfall. Ich hab mir die Schulter gebrochen.

Aber was nach außen wie ein körperlicher Schaden aussah, war für mich der Start in den tiefsten Umbruch meines Lebens.

Stillstand: Das, was ich nie wollte

Ich war mein ganzes Leben lang in Bewegung.

Arbeit mit den Händen, körperliche Leistung, Anpacken, Lösen, Weitermachen.

Das war mein Ding. Das war mein Selbstbild.

Doch plötzlich: Stillstand.

Die Schulter kaputt. Der Körper raus. Ich konnte nichts mehr tun – nicht helfen, nicht arbeiten, nicht liefern.

Das, was mich ausgemacht hatte, war mit einem Mal weg.

Ich war zum Nichtstun verdammt. Und genau da begann das, was wirklich gefährlich war: Ich musste fühlen. Ich musste denken. Ich hatte keine Ablenkung mehr.

Der Schmerz hinter dem Schmerz

Während mein Körper heilte, brach mein Inneres auseinander.

Denn der Bruch zeigte mir etwas, das ich lange ignoriert hatte:

Ich war leer.

Nicht im Sinne von “müde” oder “überarbeitet” – das war ich auch.

Ich meine wirklich leer.

Ohne Richtung. Ohne Verbindung. Ohne echtes Gefühl.

Ich hatte mir eingeredet, stark zu sein, weil ich durchgehalten habe.

Aber in Wahrheit war ich einfach nur taub geworden.

Der Griff zur Flasche – und zur Flucht

Ich hatte mir angewöhnt zu trinken. Nicht weil ich feiern wollte.

Sondern weil ich flüchten musste.

Der Alkohol war kein Genuss – er war ein Mittel zur Betäubung.

Er ließ mich nicht fühlen, was in mir kaputt war.

Aber er ließ mich auch nicht mehr spüren, was in meinem Leben eigentlich schön war.

Ich war da – aber ich war nicht wirklich da.

Was niemand gesehen hat: Ich war innerlich gebrochen

Von außen konnte man es vielleicht nicht erkennen.

Ich hab funktioniert. Hab weitergemacht, wie viele andere auch.

Aber innen war ich längst zerbrochen.

Ich hab nicht mehr gespürt, wer ich eigentlich war.

Ich war Vater, ja. Ehemann. Arbeiter.

Aber ich war nicht mehr Mensch.

Nicht mehr verbunden mit mir selbst.

Und ich war dabei, alles zu verlieren.

Was du aus dieser Story mitnehmen kannst

Es gibt im Leben diese Momente, in denen du glaubst, es reißt dir alles weg.

Deine Gesundheit. Deine Kraft. Deine Sicherheit.

Du stehst plötzlich da – mit nichts außer der Realität, die du lange verdrängt hast.

Was ich gelernt habe:

Diese Momente sind brutal.

Aber sie sind ehrlich.

Sie holen dich zurück zu dir.

Sie nehmen dir alles, was du nicht bist –

damit du wieder spüren kannst, wer du wirklich bist.

Ich dachte, mein Leben ist vorbei, als ich die Schulter gebrochen habe.

Dabei war es der Start von etwas, das viel größer war:

Meine Wiedergeburt.

Ich bin nicht mehr der, der ich war.

Ich bin nicht mehr der Typ, der einfach nur macht.

Ich bin heute der, der fühlt. Der schreibt. Der begleitet.

Weil ich weiß, wie es ist, wenn du denkst, du bist am Boden –

und du erst dort entdeckst, wie stark du wirklich bist.

Wenn du also gerade an einem Punkt in deinem Leben bist, an dem du denkst:

“Ich kann nicht mehr”,

dann sag ich dir:

Vielleicht bist du genau jetzt am Wendepunkt.

Vielleicht reißt gerade alles auf –

damit du dich neu zusammensetzen kannst.

Nicht wie früher.

Sondern echter. Wahrhaftiger. Lebendiger.

Wie es weitergeht

Im nächsten Beitrag erzähle ich dir, was dieser Bruch mit meiner Familie gemacht hat.

Wie ich fast alles verloren hätte – meine Frau, meine Kinder, mein Zuhause –

und wie ich gelernt habe, dass Veränderung erst dann beginnt,

wenn du aufhörst, dich selbst zu belügen.

Danke, dass du hier bist.

Danke, dass du Teil dieser Reise bist.

Und falls du gerade selbst durch dein Feuer gehst –

denk dran: Es ist nicht das Ende.

Es ist der Anfang deiner Geschichte.

– Gé Phönix

Ehemann. Vater. Mitovator. Versicherung mit Haltung. Mensch mit Geschichte.

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Eine Antwort zu “Der Bruch – Der Moment, der alles verändert hat”

  1. Ja, solche Momente sind tief.
    Rückblickend sind es diese Knackpunkte im Leben, die ehrlichsten, die echtesten Momente, die belegen, was wahr ist.

    Gefällt 1 Person

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