Identitätscrash: Wer bin ich, wenn ich niemandem etwas beweisen muss?

„Ich bin, also bin ich genug.“

Das klingt nach Freiheit, fühlt sich aber erstmal nach Kontrollverlust an, wenn du dein Leben lang in Beweisen gedacht hast.

Ein großer Teil von mir hat sich lange über Leistung definiert. Wer ich bin, hing immer davon ab, was ich tue – oder genauer: was andere davon halten.

Was ich erreicht habe.

Wie hart ich arbeite.

Wie viele Leute sagen: „Krass, wie du das machst.“

Doch dann kam der Moment, an dem ich still wurde. Nicht aus Schwäche, sondern weil ich spürte: Ich kämpfe gar nicht mehr für mich. Ich kämpfe für ein Bild, das ich selbst nicht mehr glauben kann.

Der Identitätscrash

Was passiert, wenn du niemandem mehr etwas beweisen musst?

Du hörst auf, Show zu machen.

Du hörst auf, dich zu vergleichen.

Du hörst auf, um Applaus zu bitten.

Und dann wird es still. Zu still.

Weil du nicht mehr weißt, wer du ohne das alles bist.

Gedanken, die einem durch den Kopf schießen:

Wenn ich nichts leiste, bin ich dann wertlos? Wenn ich nicht kämpfe, bin ich dann schwach? Wenn ich nicht auffalle, bin ich dann unsichtbar?

Es ist wie ein kompletter Reset.

Wie ein Crash der Identität.

Das Ego stirbt – und das echte Ich hat keinen Plan, was es tun soll.

Die Wiedergeburt

Langsam verstehe ich:

Ich bin nicht hier, um anderen etwas zu beweisen.

Ich bin hier, um mich selbst zu erinnern.

An das, wer ich wirklich bin, wenn niemand zusieht.

An das, dass ich auch ohne Applaus brenne.

An das, dass mein Wert nie im Außen lag.

Vielleicht ist genau das der nächste Level:

Nicht mehr kämpfen – sondern einfach sein.

Nicht mehr „höher, schneller, weiter“ – sondern echter, ruhiger, freier.

Schlussgedanke

Wenn du das hier liest und dich darin wiederfindest:

Du bist nicht schwach. Du bist nicht verloren.

Du bist gerade dabei, dich neu zu finden – ohne Maske, ohne Rüstung.

Willkommen im Identitätscrash.

Es fühlt sich an wie das Ende –

aber es ist nur der Anfang.

Gé Phoenix

Tagebuch eines Phönix – Kapitel: Wiedergeburt beginnt nicht mit Motivation, sondern mit dem Mut, leer zu sein.

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